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Norbert Häring ist seit 1997 Wirtschaftsjournalist. Vorher arbeitete der promovierte Volkswirt einige Jahre für eine große deutsche Bank. Er engagiert sich in der World Economics Association für eine weniger einseitige und dogmatische Ökonomik. Er ist Träger des Publizistik-Preises der Keynes-Gesellschaft und des Deutschen Wirtschaftsbuchpreises von getAbstract (Ökonomie 2.0).

Lebenslauf

Spannende Tagung in Frankfurt zu Bitcoin, Vollgeld und digitalem Zentralbankgeld

 Am Samstag 24.11. diskutieren in Frankfurt Wissenschaftler und Praktiker Optionen für die grundlegende Umgestaltung des Finanzsystems (gut) zehn Jahre nach der Lehman Pleite und (knapp) zehn Jahre nach der Erfindung von Bitcoin: "The Future of Money - 10 years after Lehman and Nakamoto". Zu den hochkarätigen Teilnehmern gehören Peter Bofinger, William White, Thomas Mayer, Michael Kumhof, Joseph Huber und Gerhard Schick.

Veranstalter sind der Verein Monetative e.V., das Frankfurt School Blockchain Center und das International Movement for Monetary Reform. Tagungssprache ist Englisch, Veranstaltungsort der Campus der Frankfurt School of Finance and Management.

 Es werden vor allem zwei radikale Alternativen zum krisenanfälligen heutigen Finanzsystem diskutiert: Vollgeld und Währungswettbewerb via Kryptowährungen. Dabei wird es schwerpunktmäßig darum gehen, ob man mit diesen Alternativen die Crash-Anfälligkeit unseres Finanzsystems zu vertretbaren Kosten beseitigen kann. Ich darf in einer morgendlichen Session den Aspekt der Überwachung im digitalisierten Finanzsystem besteuern, auf Grundlage meines aktuellen Buchs „Schönes neues Geld“. Auch hier setzen viele Menschen große Hoffnungen auf Bitcoin und Co. – zu Unrecht, wie ich finde. Auch digitales Zentralbankgeld für Alle als Ersatz für das verschwindende Bargeld gilt als Möglichkeit, die Wahrung der Privatsphäre in Finanzdingen auch ohne Bargeld zu ermöglichen. Auch das ist ein Irrglaube, wie ich finde. Deshalb freue ich mich sehr, dass mit Carl Claussen ein Vertreter des e-krona-Projekts der schwedischen Zentralbank in der gleichen Session vorträgt, ebenso wie Leonid Shmatenko und Stefan Möllenkamp zu Bitcoin.

Zwei Keynnotes kommen von Willaim White  und Laurence Kotlikoff zu „Reasons for Monetary Reform“. Außerdem kommen Keynotes von Thomas Mayer zu „How can the Euro survive? Could money reform be a solution?” und Peter Bofinger zu “Digitalization and currency competition.”

Tickets kosten zwischen 80 Euro und rund 300 Euro.

Konferenz-Website

Siehe auch Buchempfehlung: Bitcoin aus der Nähe betrachtet